Elmo Fetisch

Das Erschreckende an diesem Video ist nicht, dass es prepupertäre Anzüglichkeiten zur Schau stellt, sondern das man anscheinend Ganzkörper-Elmo-Kostüme für ausgewachsene (nicht erwachsene!) Menschen kaufen kann! Ich frage mich jetzt, was der gute Mann oder die gute Frau ansonsten mit dem Kostüm anstellt, wenn sie nicht in einem Video herumhüpft. Oder nein, ich stelle mir das lieber nicht vor!

Hallo soma?

soma.fm hat eine weitere Station eröffnet: Illinois Street Lounge: Classic bachelor pad, playful exotica and vintage music of tomorrow.
Was soll das bitte sein? Sehr seltsame Musik, sehr seltsame Mischung. Erinnert mich so ein wenig an schlechte Musik auf Hochzeitsfeiern oder an den verzweifelten Versuch, eine Lounge-bar für über fünfzig-jährige einzurichten. Hallo soma, evtl. mal den Drogendealer wechseln, der verkauft im Moment anscheinend kein gutes Zeug…

DRM is killing music


Ein cooles T-Shirt. Das Problem ist aber wie immer, dass aus den $8 bei einer Bestellung aus Deutschland schnell mal 20 Euronen werden. Zum Glück gibt es das Motiv aber als eps-Datei. Also saugen, ausdrucken und auf zum nächsten T-Shirt-Bedrucker. Wer es dennoch kaufen will: Giant Robot Printing.
(„rip off“ heisst übrigens „Abzocke“.)
(via BoingBoing)

Perso behalten

Puh, ich darf Deutscher bleiben: 37 von 42 Punkten.
(via Moe)

bluemars

bluemars ist ja wieder online! Ich hatte die Site ja fast schon aufgegeben…

Space Station Soma

soma.fm beglückt uns mit einem neuen Programm: Space Station Soma. Für Leute denen Drone Zone zu langsam und Groove Salad oder BeatBlender zu hektisch ist. Am besten einige Stunden auf den iPod ziehen und dann bei der nächsten Nachtfahrt auf der Autobahn abspielen.

iPod richtig laut

Wer im Trend sein will und seinen iPod so richtig aufdrehen möchte, damit er sich vorschriftsmäßig in’s Land der Schwerhörigen begeben kann, sollte das Programm goPod ausprobieren, mit dem man die Lautstärken-Sperre aushebeln kann.

via vowe.net

Es ist mal wieder soweit

Sind die zehn Jahre schon wieder um? Denn da sind sie wieder, die Mahner! Wie die Netzwelt (und andere) berichten, wird die Jugend mal wieder schwerhöriger. Ach nee, ganz was Neues, auf die Idee ist ja in den letzten fünf Jahrzehnten gar keiner gekommen:

60er: Beatmusik, das Ende der Kultur, macht die Jugend taub
70er: (Hard-)Rock, das Ende der Kultur, macht die Jugend taub
80er: Discotheken, das Ende der Kultur, macht die Jugend taub
90er: Walkman bzw. MP3-Player, Kultur haben wir eh‘ nicht mehr, macht die Jugend taub
2000er: iPod, bringt die Kultur zurück, macht die Jugend taub

Wenn man jetzt mal nachrechnet, dürfte eigentlich kein Mensch mehr über ein vollständig funktionierendes Gehör verfügen, denn all bis 60 haben sich mit einem der oben genannten Methoden die Hörknorpel weggeschossen und die älteren unterliegen dem natürlichen Verschleiß. Vergessen wir also Nachtflugverbot, Schallschutzmauern und Mittagsruhe, den Krach hört sowieso keiner mehr.

Aber was kommt in zehn Jahren, damit die Mahner wieder mahnen können? Ist mir eigentlich auch egal, denn ich habe die Zauberkraft des Lautstärkereglers entdeckt…

Qualitäts-Journalismus

Immer wieder wird den Autoren von Weblogs vorgeworfen, dass sie Nachrichten ohne die notwendige journalistische Recherche verbreiten. Ausgeartet ist dies beim Streit um das „Wir sind Deutschland“-Photo aus den Dreizigern.

Heute sah ich in der Süddeutschen Zeitung allerdings wieder ein Paradebeispiel von „cut-And-Paste“-Journalismus, bei dem der Autor mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nichts anderes gemacht hat, als eine Pressemitteilung, die er auf Google-News gefunden hat, zu übersetzen. In dieser „Pressemitteilung“ vom 10. März wird mitgeteilt, dass Google einen 15-jährigen Schüler angeheuert habe, der in seinem Blog über Sicherheitslücken in Gmail berichtet hat.

Mittlerweile hat sich aber herausgestellt, dass die ganze Geschichte erlogen war. Tom Vendetta hat einen Service benutzt, mit dem so ziemlich jeder „Pressemitteilungen“ verteilen kann. Die Geschichte landete auf digg.com, einen Social-Bookmarking Dienst, auf der Hauptseite und verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Blogosphäre.
Am 12. März berichtet Vendetta in seinem Blog, dass alles eigentlich nur ein Spaß für seine Freunde sein sollte und das er nicht damit gerechnet habe, dass die Mitteilung solch hohe Wellen schlagen würde. Er war der Meinung, das System hätte seinen Text nicht angenommen. Als er dann auf einmal erkannte, dass die Geschichte bei digg.com ganz weit oben gelandet war, war ihm die Sache mehr als peinlich.

Aufmerksame Blogger informierten ihre Leser dann auch einen Tag später pflichtbewusst, dass sie wohl einem Hoax aufgesessen sind (z.B. hier, hier oder hier).
Natürlich haben es viele auch noch nicht gemerkt.

Aber das sind ja nur Blogs, nur Klowände der Nation. Echte Journalisten würden natürlich erst einmal recherchieren, evtl. bei Google anrufen oder aber wenigstens die Quelle überprüfen. Dies scheint der zuständige Redakteur aber wohl nicht getan zu haben, denn dann wären ihm vielleicht Zweifel gekommen.

Ich frage mich jetzt, wo die journalistische Qualität liegt, wenn man am 14. März eine Nachricht vom 10. März veröffentlicht, die zudem zwei Tage vorher dementiert wurde. Selbst in einer Druckausgabe der Zeitung hätte ich mich gewundert, aber in einem Online-Angebot finde ich es noch überraschender.

Nachtrag: (Leider ist die originale Pressemitteilung nicht mehr Online verfügbar.)

Echo-Verleihung

Wieso hat Tokio Hotel eigentlich den Preis als „Newcomer des Jahres“ bekommen? Ich hätte denen eher den Preis für ihr „Lebenswerk“ verliehen, denn von denen wird wohl nicht mehr viel nachkommen.