Sinnlose Lichtzeichenanlage für Radfahrer in Kassel

Lichtzeichenanlagen (vulgo: Ampeln) speziell für Radfahrer sind häufig, nicht immer, eine sinnvolle Einrichtung. Ein Vorteil ist, dass man den Kopf nicht nach oben recken muss. An der Ecke Breitscheidstraße/Kirchweg ist die Stadt Kassel allerdings einen anderen Weg gegangen:

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Was soll die Ampel da oben? Für wen ist die gedacht? Der Größe nach zu urteilen, ist dies eine Fahrradampel. Aber diese erkennt man erst, wenn man sich rechts von der Ampel befindet. Warum bemerkt von den zuständigen Menschen das niemand?

Wieso macht man so was? Natürlich ist die Anlage in Betrieb:
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Wenn die Installation schon sinnlos ist, dann soll sie wenigstens funktionieren!

Update (4. Okt.): Mittlerweile habe ich eine Vermutung, wozu die Ampel dienen könnte. Autos, die aus dem Kirchweg nach rechts abbiegen wollen, können die große Ampel schlecht erkennen. Vielleicht soll ihnen diese niedliche Ampel helfen. Aber warum dann so was kleines und keine „echte“ Ampel.

Update 2 (5. Okt):

 

Power Grips Pedalriemen

Wenn man mit dem Fahrrad zügig auf unebenen Wegen unterwegs ist, fällt es manchmal schwer, den Halt auf den Pedalen zu halten. Bisher hatte ich Stummel-Pedalhaken der Firma Brevette. Diese haben auch 15 Jahre lang ihren Dienst hervorragend erledigt, leider sind sie mittlerweile an der Befestigungsstelle durchgerostet.

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Also mussten neue her. Leider sind diese kaum noch zu erhalten und wenn, dann als „vintage“ für 60€. Alle anderen Mini-Pedalhaken scheinen nur für Schuhgrößen bis 42 hergestellt zu sein, ein 46er Botten passt da nicht mehr rein. Es musste also etwas anderes her, die Kasseler Straßen sind nicht die besten.

Normale Pedalhaken oder Klickschuhe kommen für mich nicht in Frage, weil ich mein Fahrrad hauptsächlich im Stadtverkehr benutze und ich deshalb mit den Füßen schnell aus den Pedalen heraus kommen muss. Ich möchte nicht an der Ampel langsam zu Seite umfallen, weil ich nicht aus den Pedalen komme.

Nach langer Suche bin ich auf die „Power Grips„-Pedalriemen gestoßen, die genau für diesen Zweck gedacht sind. Power Grips Pedalriemen weiterlesen

Geschäftsidee zu Weihnachten: Batterie-Service

Jeden Heiligabend das gleiche Drama: Kind packt das Geschenk aus, will damit spielen und stellt fest, dass es nicht funktioniert. Warum nicht? Es muss noch mit Batterien beladen werden. Aber leider hat niemand der Beschenkenden daran gedacht und nun ist das Kind mächtig enttäuscht und fängt an zu weinen. Weihnachten ist damit in dieser Familie gelaufen.

Da kann meine neue Geschäftsidee den Familiensegen retten. Der

Heligabend-Batterieservice

Der Rettungsservice für die vergesslichen Eltern! Für den fünffachen Normalpreis kann man am 24. Dezember nach Ladenschluss telefonisch oder per Internet alle möglichen Batterien bestellen und sofort nach Hause liefern lassen. Das Fest ist gerettet!

Das Modell enthält leider ein gewisses Geschäftsrisiko, denn man muss einen Menge Batterien vorrätig haben, um keinen Kunden zu enttäuschen. Mit den restlichen kann man nicht mehr viel anfangen, außer die zum  Normalpreis weiter zu verkaufen. Allerdings könnte man versuchen, in einem Großhandel soviele zu kaufen, dass einem Kommission eingeräumt wird. Um die Kosten weiter niedrig zu halten, sollte man den Service nur in Großstädten anbieten, wo man die Batterien evtl. per Fahrrad ausliefern kann oder zumindest kurze Strecken hat, um nicht den gesamten Gewinn in Treibstoff zu investieren.

Diese Idee habe ich schon seit meiner Studentenzeit im Kopf, aber leider ist nie was daraus geworden. Vielleicht ist jemand anderes mutiger?

(Foto von Alan Claever)

Fahrradweg-Fiasko in Undenheim/Rheinhessen

IMG_2980 thumbnailFahrrad fahren, um von A nach B zu kommen, ist in deutschen Städten immer noch nicht weit verbreitet. Dementsprechend stiefmütterlich werden Radler von Städteplanern behandelt. Ein Paradebeispiel liefert der Ort Undenheim in Rheinhessen. Hier werden Radfahrer unnötigerweise auf den Fußweg verbannt und in Gefahrensituation gebracht, die nicht notwendig wären.
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Kein Platz für Informationen

Traurig aber wahr:

Nivea für mich

Vor einiger Zeit hatte ich eine Karte von Nivea im Briefkasten, auf der ir versprochen wurde, dass mir Nivea ab und zu einige Proben zuschicken würde. Da meine Adrese sowieso schon in sämtlichen Adresshändler-Listen verzeichnet ist, habe ich das Teil mal abgeschickt. Mittlerweile hatte ich aber schon wieder komplett vergessen, dass ich das getan hatte, aber heute kam tatsächlich ein kleines Päckchen:

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Blogparade: Was ist Eure Heimat?

Über snoopsmaus‘ Blog bin ich auf die Blogparade „Was ist Eure Heimat“ aufmerksam geworden.

Wenn man mich nachts wecken und diese Frage stellen würde, wäre die Antwort „Norddeutschland“. Nicht „Wilhelmshaven“, der Ort, an dem ich geboren bin, nicht „(Ost-)Friesland“, die Region. Norddeutschland hat dabei keine für mich geografisch festgelegten Grenzen, sondern lässt sich vielmehr an der Sprache und der Mentalität der Menschen festmachen.

PHTO0031_DxODie Sprache muss „breit“ sein, das heißt langsames Sprechen und am Ende des Satzes fällt die Stimme ab. Kein Dialekt im eigentlichen Sinne, sondern eine Sprachnuance. Jan Fedder wäre ein gutes Beispiel. Hamburg liegt über 150 km von Friesland entfernt und eine ganz andere Kulturlandschaft, trotzdem würde ich mich dort heimisch fühlen.

Die Sprache überträgt sich auf die Mentalität Menschen. Alles läuft etwas langsamer, Hektik ist ein Fremdwort. Dabei wird immer etwas Zurückhaltung geübt.

Meine Heimat dort, wo mich die Menschen nicht sofort zuquatschen und nicht sofort mein bester Freund seien wollen.  In der heutigen Welt  ist das nicht gefragt, heute muss man Networken bis der Arzt kommt. Im meiner Heimat läuft das nicht so.

Meine Heimat lässt sich auch über die Landschaft definieren. Flach muss sie sein, Wiesen und wenige Bäume. Die holsteinische Schwarzbunte lässt bei mir Heimatgefühle aufkommen.

Ich lebe seit vielen Jahren in anderen Gegenden: Harz, Nordhessen und jetzt Rheinhessen. Als Heimat habe ich diese Gegenden nie empfunden.
Ich lese häufig (sinngemäß): „Meine Heimat ist dort, wo ich das WiFi-Passwort kenne“. Das sehe ich nicht unbedingt so, aber das Internet ist eine Konstante, die mich vergessen lässt, dass ich lieber woanders leben würde.