Follow-Up: WordPress als Social Bookmark Service

Hans-Helge Bürger (aka @obstschale) hat sich in seinem Blog Gedanken darüber gemacht, wie man WordPress als Social Bookmark Service nutzen kann.

Das Warum kann man bei Hans-Helge nachlesen. Nur soviel: Delicious ist zur Zeit nicht erreichbar. In diesem Beitrag möchte ich mir Gedanken darüber machen, wie ich mir einige Aspekte des Systems vorstelle.

Die Idee, eine dedizierte WordPress Instanz zu nehmen und für jeden Bookmark einen einzelne Eintrag, finde ich sehr interessant (wäre ich nicht drauf gekommen). Mit einem Multisite-System ist diese Instanz in Sekunden erstellt.

Die Grundfunktionen von WordPress liefern schon ein gutes Gerüst, um ein solches System zu erstellen. Beim Bookmarklet bin ich allerdings nicht der Meinung, dass die vorhandene „Press This“-Funktion geeignet ist. Das Formular wurde entwickelt, um Blogbeiträge zu erstellen, für Bookmarks ist es zu umfangreich und zu umständlich zu bedienen. Hier müsste ein eigenes Bookmarklet erstellt werden, das in einem Popup erscheint:

addbookmarkDieses Formular ist übersichtlicher, schneller und intuitiver zu bedienen und meiner Meinung erkennt jeder Benutzer sofort die Funktion. Je nach Webseite können viele bzw. alle Felder automatisch eingefügt werden, so dass man nur noch „Speichern“ drücken muss. Mit dem eigentlichen System kommt man gar nicht in Berührung.

Das von Tranl8or auf Slack vorgeschlagene Theme schmeichelt dem Auge, ich würde allerdings einen etwas funktionelleren Ansatz wählen:

bookmarks 2

Zum Ändern der Daten möchte ich nicht in das Backend wechseln müssen, sondern sie schnell und praktisch direkt im Frontend ändern können. Dazu sollten beim Mouseover die entsprechenden Links (Edit, Trash, …) eingeblendet werden.

Auf der Seite sollten alle Tags aufgelistet werden, denn diese sind (auf jeden Fall bei mir) das Hauptsortierungs-Merkmal. Mit einem Kategorie-Dropdown kann man die Tags dann noch weiter einschränken, z.B. „Arbeit“, „Privat“, „Sonstiges“. Dadurch sollte der Zugriff auf die Linksammlung ziemlich einfach sein, auch wenn man gerade kein passendes Suchwort zur Hand hat.

ABER: Durch de Möglichkeit verschiedene Themes zu erstellen kann jeder nach seiner Façon glücklich werden.

Social Aspekt: Den sozialen Aspekt finde ich finde ich sehr wichtig. Etwas schwierig stelle ich allerdings die technische Umsetzung vor. Die Daten sollen schließlich bei jedem Nutzer lokal liegen und die Ansprüche an den Server sollten nicht zu groß sein. Viele habe keinen dedizierten Server gemietet, sondern betreiben ihr Blog auf einem Shared-Hosting-System, evtl. sogar mit einer Traffic-Begrenzung. Es sollten sich also die Serverlast und der Traffic in Grenzen halten, wenn es darum geht, Daten zwischen den einzelnen Installationen auszutauschen.
Dies ist nämlich das grundlegende Problem dieses Projekts: die Dezentralität. Auf Delicious ist es einfach, ähnliche Linksammlungen zu finden oder Spitzenreiter des Tages zu ermitteln, denn alle Daten befinden sich auf dem gleichen System. Bei diesem Projekt hingegen bräuchte man den Kontakt zu mindestens einem anderen System, über das dann Verbindungen zu den weiteren Installationen hergestellt wird. Aber vielleicht ist dies ja auch Teil den „sozialen Aspekts“.

Träumereien
Natürlich muss zuerst das Grundgerüst erstellt und die grundlegenden Funktionen implementiert werden. Nichtsdestotrotz lasse ich mal meine Gedanken schweifen, nur um zu zeigen, welche Kapazitäten in einem solchen System stecken können:

  • Import / Export
  • Suche nach toten Links
  • Fav-Icons
  • Synchronisierung mit Browser-Bookmarks
  • Anbindung an soziale Netzwerke

Diese Funktionen müssen nicht Teil des grundlegenden Systems sein, sondern könnten als Plugins verwirklicht werden. Dazu muss das Grundsystem natürlich über reichlich Actions und Filter verfügen.

Ab geht er, der Peter!
Genug des Geschwafels, mal sehen ob genug Leute mitmachen wollen, ob meine Programmierkünste für eine sinnvolle Mitarbeit reichen und hoffen, dass das Projekt nicht in der Planungsphase stecken bleibt.

 

Stellenangebot im flickr HTML-Code

Als ich mir neulich den HTML-Quelltext von Flickr angesehen habe:

Ich finde das ist eine richtig gute Idee, denn wenn ich ich mir den Quellcode ansehe, habe ich wahrscheinlich etwas Ahnung von der Sache…

Kleines neues Wochenend-Projekt: Lokale Dieselpreise

tankeÜber Ostern hatte ich etwas Zeit, an einem kleinen Projekt zu basteln, das mir schon seid Längerem im Kopf herum spukt.

 Hintergrund

Günstig Benzin oder Diesel tanken ist heute ein Glücksspiel. Die Preise wechseln stündlich und man muss zufällig zur richtigen Zeit an der richtigen Tankstelle sein. Einige Tankstellen sind meistens günstiger als andere, aber auch nicht immer.
In meiner Umgebung gibt es drei Tankstellen: Aral, eine Automatenzapfe (bft) und seit neuestem Oil (war vorher Shell). Der Vorteil der Automatentankstelle ist der sich selten ändernde Preis, der sich immer im erträglichen unteren Bereich des aktuellen Preisniveaus zu bewegen, i.A: günstiger als Shell und Aral. Seitdem die Shell-Tankstelle von der Firma Oil übernommen wurde, ist diese zeitweise günstiger, aber zeitweise auch teurer als die Automatenzapfe. Wann soll man nun tanken fahren, um nicht mehr Geld auszugeben als notwendig?
„Kleines neues Wochenend-Projekt: Lokale Dieselpreise“ weiterlesen

Vernünftige Wettervorhersage vom DWD auf YouTube

Wettervorhersagen im Fernsehen sind vor einem eines: massenkompatibel. Sie versprühen den Charme des jeweiligen Jahrzehnts oder vielmehr das, was die Fernsehmacher dafür halten und sind für das Publikum gestrickt, die den entsprechenden Sender hauptsächlich sehen. Das geht von der krampfhaft auf locker gemachten Sendung der ARD, die trotzdem immer noch den amtlichen Anstrich haben möchte, bis zu fast inhaltsfreien Beiträgen der privaten Sender.

Wenn man aber wirklich Informationen von Menschen hören und sehen möchte, die davon Ahnung haben, warum sich dann nicht direkt an der Quelle informieren?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) unterhält auf YouTube eine wunderbare Wettervorhersage, die mit Fakten nur so um sich wirft ohne dabei steif zu wirken. Meistens, denn die „Wetterfrösche“ sind echte Meteorologen und keine geübten Fernsehdarsteller. Christoph Hartmann, der die Vorhersage am heutigen Tag (31.5. 2013) präsentiert, macht auf jeden Fall eine sehr sympathische Sendung. Die Vorhersage wird auch nicht in 30 Sekunden abgearbeitet, sondern dauert zwischen 2 und 5 Minuten.

Mein Lieblings-Skript für Greasemonkey

Greasemonkey ist ein praktisches Add-On für Firefox das es erlaubt, auf einfache Weise etwas Javascript auf einer Webseite auszuführen, nachdem sie geladen wurde.
Zu meinen Lieblings-Skripts gehört „Jasper’s Google Reader subscribe“ …und was macht es?
Jedes Blog, fast jede Nachrichtenseite und viele andere Websites besitzen einen RSS-Feed. Sie sind sehr praktisch, allerdings ist es häufig schwierig, den entsprechenden Link zu finden oder er wird auf der Seite gar nicht dargestellt. Dann ist die einzige Chance, den Link zu finden, eine Suche im Sourcecode. Den Code durchsuchen, während man vor einem Rechner sitzt? Lächerlich! Die Maschine soll das machen und genau dafür gibt es das Skript.
Es sucht nach Zeichenketten die „rss, „atom“ oder „rdf“ enthalten und stellt es kleines Icon am oberen rechten Rand des Browsers dar:

Bewegt man den Mauszeiger über das Icon werden Links zu allen gefundenen Feeds angezeigt:

Wie man sieht wird nicht der der Haupt-Feed angezeigt, sondern auch der Kommentar-Feed sowie mögliche andere.