No Bass – Weniger ist mehr!

Warum müssen eigentlich 9 von 10 elektronischen Musikern ihre Stücke durch einen stumpfen Bass verschandeln?
Viele Musikstücke fangen vielversprechend an, 30 bis 60 Sekunden hört es sich richtig gut an und auf einmal: „Umpf, umpf, umpf, umpf, ….“. Alles was man für die nächsten 10 Minuten noch hört ist „umpf, umpf, umpf, umpf“, der Rest versinkt unter diesem dominanten Geräusch. Was soll das? Sind die anderen Teile der Komposition nicht gut genug, reicht die Kreativität nicht aus, um 10 Minuten intelligent zu füllen?

Aber vielleicht ist es auch gut so?! Vielleicht hat mich der Bass vor schlechter, einfallsloser Musik bewahrt?! Ich schalte auf jeden Fall ab, sobald ich auf diese plumpe Art beschallt werde und höre mich auch nicht mehr die übrigen Lieder des Künstlers an. Vielleicht zu Unrecht, aber ich werde und will das nicht erfahren….

Scooter no more?!?

Als wir in Kassel in die neue Wohnung eingezogen sind (2004) konnte man im Sommer die Fenster zur Straße nicht wirklich öffnen, denn es knatterte ca. alle 30 Sekunden ein Motorroller mit einem extrem kühlen Halbstarken darauf vorbei. Das ging von morgens acht bis abends zehn und am Wochenende noch länger. Dass die Nasenbären ihre Stinkknattern so aufgebohrt hatten, dass sie jedem Düsenjet Konkurrenz machen konnten, muss hier wohl nicht explizit erwähnt werden, oder? Also lassen wir das!

Aber was ist dieses Jahr los?!? Totenstille! Die einzigen Roller die hier vorbei kommen, sind leise und es sitzen Menschen auf dem Weg zur Arbeit darauf. Was ist los? Sind Roller nicht mehr kühl? Was ist die Alternative? Ist die entsprechende Altersgruppe momentan in unserer Wohngegend weggebrochen?

Im Prinzip ist mir das egal, es ist nämlich für die Ohren sehr entspannend die Motoren in nervenden Frequenzbereichen nicht mehr hören zu müssen. Wenn jetzt noch jemand die Busse umleiten könnte….

Stephen Fry’s Podgrams

sfry_pod_ttlKennt man Stephen Fry eigentlich in Deutschland? Ich möchte hier nicht seine Lebensgeschichte ausbreiten, das kann Wikipedia besser. Ich möchte nur sagen, dass der Mann einfach interessant und lustig ist.

Nachdem man seinem Blog schon anmerkt, das er sehr Computer-phil“ ist, hat er jetzt auch das Phänomen des Podcasts entdeckt und wie man es von ihm erwartet hat, auch einen neuen Namen dafür erfunden: Podgrams. Naja, 25 Minuten sind nicht unbedingt etwas, was ich mit dem Wort „-gram“ verbinden würde.

In diesem ersten Podgram erzählt er ein wenig über die Sachen, die er in den letzten Monaten bearbeitet hat und geht dabei insbesondere auf das Problem ein, mit einem gebrochenen Arm ein Dokumentarfilm im Amazonaswald drehen zu wollen.

Wer des Englischen mächtig ist, sollte hier unbedingt einmal reinhören:

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Am Anfang ist es etwas (akustisch) schwierig zu verstehen, man gewöhnt sich aber nach wenigen Minuten daran 😉 Ein wenig nervig ist, das er alle paar Minuten aufstoßen muss. Es gibt dem Zuhörer aber auch das Gefühl, das Stephen einfach etwas erzählt, ohne großes Drehbuch, einfach aus dem Bauch heraus (am Ende gibt es es auch zu…).

(via BoingBoing)