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Kein Kampfparker!

In diesem Jahr konnte man sie immer wieder in Kassel beobachten, Plakatverteiler die mit ihrem Auto auf Fuß- und Fahradwegen oder in absoluten Halteverboten standen:

(Danke an den Kampfparker-KS für das Foto.)

Das es auch anders geht zeigt der diesjährige Bundestagskandidat Boris Mijatovic (@borismijatovic), den ich zufällig beim Abbauen seiner Plakatwände auf dem Königsplatz getroffen habe:

Geht doch! Keine Fuß- oder Radwege zugestellt, keine Rumstehen im absoluten Halteverbot, kein CO2, keine Staus, keine …

Schön fand ich sein Unverständnis, warum ich sein Fahrrad fotografieren wollte. Hey, Lastenfahrräder sind ein Teil der Zukunft des innerstädtischen Frachtverkehrs!

Update: Ältere WordPress-Plugin-Versionen herunterladen

Im März 2015 habe ich im Artikel „Ältere WordPress-Plugin-Versionen herunterladen“ beschrieben, wie man auf vorherige Versionen eines Plugins zugreifen kann.

Mittlerweile hat sich das Interface des Plugin-Respositories und der Weg zu den vorherigen Versionen etwas geändert. „Update: Ältere WordPress-Plugin-Versionen herunterladen“ weiterlesen

Kreative Beschilderung

„Radfahrer absteigen“, das Schild kennt man ja von vielen Baustellen, obwohl es kein offizielles Schild der StVO ist. Das dachte sich anscheinend auch die Stadt Kassel und hat sich folgende kreative Beschilderung ausgedacht:

Ich fahre auf einem gemeinsamen Fuß-Radweg und soll für die 3 Meter über die Brücke absteigen. Geht’s noch? Ich bin durchaus in der Lage, mit meinem Moutainbike dieses Hindernis unfallfrei zu überfahren. Hätte ein Schild „Radfahrer aufgepasst“ nicht gereicht, damit die Stadt aus der Veantwortung ist, wenn man sich auf die Klappe legt.

Zum zweiten ist mir der Sinn rot-weiß geringelten Pfosten auf der anderen Seite der Brücke nicht klar, außer dass das Ding im Dunkeln auf diesem unbeleuchteten Weg ziemlich gefährlich ist.

 

WordPress: Der Anfang des Abstiegs?

TL;DR: 25% des Netzes betreiben ihre Webseiten mit WordPress, die Mehrzahl davon sind kleine Blogs. Diese Blogs werden aufgrund der immer fetter werdenden Software zu anderen, leichteren Systemen wechseln.


Mein Tweet und der dadurch angeregte Artikel von Vladimir hat einige Runden gezogen. Aber wie kam ich zu der Meinung, dass WordPress seinen Zenith überschritten hat? Mit „Zenith“ („peak“) meinte ich die Prozentzahl der damit betriebenen Webseiten. Aber von vorne:

Ich habe WordPress mit der Version 1.5.2 kennen gelernt, als ich auf der Suche nach einem Blogsystem war, das auf einem günstig zu mietenden Server lief. Damals bekam man für 10 Euro noch nicht viel Leitung geboten und so passte WordPress genau zu meinen Anforderungen.

Ich war lange mit WordPress zufrieden. Es bot die Funktionen die ich brauchte, um ein kleines Blog zu betreiben. Es kamen neue Funktionen hinzu, das Interface wurde geändert und die Möglichkeiten von WordPress wurden immer größer. Aber WordPress passte immer noch in mein Anforderungsprofil.

CMS statt Blog

Irgendwann ging der Fokus von WordPress vom reinen Blogsystem hin zu dem Versuch, ein vollwertiges CMS zu bieten, so um die Version 3.3 herum. Dieser Schritt war auch unvermeidlich, denn WordPress hatte sich mittlerweile von einem von Enthusiasten und Idealisten erstellten System zu einem lukrativen Geschäftsmodell entwickelt. Neben Automattic  haben sich viele kleinere und auch größere Firmen auf die Erstellung von „Online-Auftritten“  auf der Grundlage von WordPress spezialisiert und wollen damit Geld verdienen. Die Kunden dieser Firmen wollen kein Blog betreiben, sie wollen ein vollwertiges Produkt, dass sämtliche Aspekte einer aufwendigen Web-Präsentation  anbietet.

WordPress kommt dieser Forderung mit immer neuen Funktionen und Features nach. Da ist WordPress kein Einzelfall, sondern es ist das Problem jeglicher Software, mit der Geld verdient werden soll. Es müssen immer neue Features her, damit die bisherigen Kunden zufrieden sind und neue Kunden gewonnen werden. Ich spreche hier bewusst von „Kunden“ und nicht von „Benutzern“.

Blog statt CMS

Denn die wenigsten Menschen, die sich WordPress selber auf ihrem System installieren, wollen ein vollständiges CMS mit aufwendigen Themes. Sie wollen ein Blog und benutzen WordPress, weil sie „Blog“ und „WordPress“ gleich setzen. Häufig sind sie aber schon in der Basis-Installation mit den Möglichkeiten des Systems überfordert, immer wiederholte Fragen nach „Pages vs. Posts“, „statischen Startseite“ oder zu Plugins zeigen dies.

Was sie eigentlich benötigen ist ein einfaches Blog-System, wie es WordPress bis zur Mitte der 3er-Versionen war. Aufgrund der Übermacht von WordPress hat sich bisher aber kaum ein Entwickler getraut, mit der Gestaltung eines solchen Systems zu beschäftigen. Das wird sich meine Meinung nach allerdings in der nächsten Zeit ändern.

Flat statt Datenbank

Aktuell werden aber „Flat-File-Systeme“ als Lösung vieler Probleme gehandelt. Mit grav lässt sich z.B. zügig ein Blogsystem erstellen, dass genau zwei Dinge kann: Blogbeiträge und Seiten erstellen. Zusätzliche Features lassen sich nachinstallieren, falls man sie haben möchte. Die Installation und Benutzung ist allerdings noch nicht ganz so einfach, wie ich es mir wünschen würde. In der täglichen  Nutzung ist WordPress tatsächlich noch sehr effektiv, wenn man denn die ganzen neuen Gimmicks ignoriert.

Ein „echtes CMS“ statt WordPress

Jetzt kann man natürlich sagen, dass WordPress im kommerziellen Umfeld weiterhin das Netz dominieren wird. Aber: um mir ein System von Fachleuten erstellen zu lassen benötige ich nicht WordPress, sondern die Dienstleister benutzen WordPress, weil sie sich damit auskennen und WordPress-Dienstleister im Vergleich zu anderen CMS-Anbietern günstig zu bekommen sind. Wer günstig ein von anderen aufgesetztes System haben will nimmt WordPress.

Leute mit Erfahrung gehen mittlerweile einen anderen Weg. Als Beispiel möchte ich die bekannte Seite Smashing Magazine nennen, die nach einigen Jahren mit WordPress ihre Seite auf ein API-basiertes System umgestellt haben. Beim Betreiber ist genug Wissen vorhanden, um die Möglichkeiten zu kennen und einzusetzen. Die Entscheidung hieß nicht WordPress. Ob die Abhängigkeit von externen Anbietern die Lösung ist, lasse ich dahin gestellt, ich würde es nicht machen.

Was mache ich jetzt stattdessen?

Ich werde erst einmal bei WordPress bleiben. Ich habe noch einige Ideen für Plugins, wie ich gerne verwirklichen möchte. Aus der Beteiligung an der Core-Entwicklung habe ich mich schon vor einem Jahr zurückgezogen. Meine Frustrationsgrenze ist ziemlich hoch, aber trac entwickelt sich immer mehr zu einem schwarzen Loch.

Aber ich mag auch die Community der alten Männer und möchte diese ungerne missen.

Nebenbei werde ich mir einige Alternativen ansehen und das noch grüne Gras auf der anderen Seite des Zauns mal etwas genauer betrachten.

Fazit

Meine These: WordPress wird längerfristig die prozentuale Vorherrschaft im Netz verlieren, weil die vielen, vielen kleinen Blogs und Webseiten auf andere, leichtgewichtigere Systeme umstellen werden. Die Diversität wird wieder zunehmen und evtl. wird ein neuer Stern am Himmel erleuchten.

Woanders

Bei Caspar habe ich mich zusätzlich über die zunehmende Kommerzialisierung von WordPress ausgelassen.

Superfood – Gar nicht mal so lecker

In einem Überaschungspaket von Degustabox waren dieses mal zwei Flaschen „Superfood Drink“ von Friya enthalten. Mit Basilikum-Samen. OK, Basilikum scheint jetzt auch Superfood zu sein.

Das Zeug ist gar nicht mal so lecker. Die Basilikumsamen sind mit einem schleimigen Film überzogen. Das Ganze erinnert stark an Froschlaich.

Der Geschmack ist ganz in Ordnung, aber die Froscheier sind ziemlich ekelig. Muss ich nicht noch einmal haben. Allerdings war in der Kiste noch eine zweite Flasche. Mit Chia-Samen. ich traue mich nicht so richtig…

 

 

WordPress: Eigene Sammelaktionen (Bulk-Actions) definieren

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Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt ein Feature, das erst in Version 4.7 verfügbar ist (geplanter Veröffentlichungstermin: 6. Dezember 2016).

Bisher war es schwierig, eigene Sammelaktionen in WordPress hinzuzufügen. Version 4.7 hat einen Hook erhalten, mit dem man einfach die Sammelaktionen erweitern kann.

„WordPress: Eigene Sammelaktionen (Bulk-Actions) definieren“ weiterlesen

Sinnlose Lichtzeichenanlage für Radfahrer in Kassel

Lichtzeichenanlagen (vulgo: Ampeln) speziell für Radfahrer sind häufig, nicht immer, eine sinnvolle Einrichtung. Ein Vorteil ist, dass man den Kopf nicht nach oben recken muss. An der Ecke Breitscheidstraße/Kirchweg ist die Stadt Kassel allerdings einen anderen Weg gegangen:

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Was soll die Ampel da oben? Für wen ist die gedacht? Der Größe nach zu urteilen, ist dies eine Fahrradampel. Aber diese erkennt man erst, wenn man sich rechts von der Ampel befindet. Warum bemerkt von den zuständigen Menschen das niemand?

Wieso macht man so was? Natürlich ist die Anlage in Betrieb:
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Wenn die Installation schon sinnlos ist, dann soll sie wenigstens funktionieren!

Update (4. Okt.): Mittlerweile habe ich eine Vermutung, wozu die Ampel dienen könnte. Autos, die aus dem Kirchweg nach rechts abbiegen wollen, können die große Ampel schlecht erkennen. Vielleicht soll ihnen diese niedliche Ampel helfen. Aber warum dann so was kleines und keine „echte“ Ampel.

Update 2 (5. Okt):

 

Follow-Up: WordPress als Social Bookmark Service

Hans-Helge Bürger (aka @obstschale) hat sich in seinem Blog Gedanken darüber gemacht, wie man WordPress als Social Bookmark Service nutzen kann.

Das Warum kann man bei Hans-Helge nachlesen. Nur soviel: Delicious ist zur Zeit nicht erreichbar. In diesem Beitrag möchte ich mir Gedanken darüber machen, wie ich mir einige Aspekte des Systems vorstelle.

Die Idee, eine dedizierte WordPress Instanz zu nehmen und für jeden Bookmark einen einzelne Eintrag, finde ich sehr interessant (wäre ich nicht drauf gekommen). Mit einem Multisite-System ist diese Instanz in Sekunden erstellt.

Die Grundfunktionen von WordPress liefern schon ein gutes Gerüst, um ein solches System zu erstellen. Beim Bookmarklet bin ich allerdings nicht der Meinung, dass die vorhandene „Press This“-Funktion geeignet ist. Das Formular wurde entwickelt, um Blogbeiträge zu erstellen, für Bookmarks ist es zu umfangreich und zu umständlich zu bedienen. Hier müsste ein eigenes Bookmarklet erstellt werden, das in einem Popup erscheint:

addbookmarkDieses Formular ist übersichtlicher, schneller und intuitiver zu bedienen und meiner Meinung erkennt jeder Benutzer sofort die Funktion. Je nach Webseite können viele bzw. alle Felder automatisch eingefügt werden, so dass man nur noch „Speichern“ drücken muss. Mit dem eigentlichen System kommt man gar nicht in Berührung.

Das von Tranl8or auf Slack vorgeschlagene Theme schmeichelt dem Auge, ich würde allerdings einen etwas funktionelleren Ansatz wählen:

bookmarks 2

Zum Ändern der Daten möchte ich nicht in das Backend wechseln müssen, sondern sie schnell und praktisch direkt im Frontend ändern können. Dazu sollten beim Mouseover die entsprechenden Links (Edit, Trash, …) eingeblendet werden.

Auf der Seite sollten alle Tags aufgelistet werden, denn diese sind (auf jeden Fall bei mir) das Hauptsortierungs-Merkmal. Mit einem Kategorie-Dropdown kann man die Tags dann noch weiter einschränken, z.B. „Arbeit“, „Privat“, „Sonstiges“. Dadurch sollte der Zugriff auf die Linksammlung ziemlich einfach sein, auch wenn man gerade kein passendes Suchwort zur Hand hat.

ABER: Durch de Möglichkeit verschiedene Themes zu erstellen kann jeder nach seiner Façon glücklich werden.

Social Aspekt: Den sozialen Aspekt finde ich finde ich sehr wichtig. Etwas schwierig stelle ich allerdings die technische Umsetzung vor. Die Daten sollen schließlich bei jedem Nutzer lokal liegen und die Ansprüche an den Server sollten nicht zu groß sein. Viele habe keinen dedizierten Server gemietet, sondern betreiben ihr Blog auf einem Shared-Hosting-System, evtl. sogar mit einer Traffic-Begrenzung. Es sollten sich also die Serverlast und der Traffic in Grenzen halten, wenn es darum geht, Daten zwischen den einzelnen Installationen auszutauschen.
Dies ist nämlich das grundlegende Problem dieses Projekts: die Dezentralität. Auf Delicious ist es einfach, ähnliche Linksammlungen zu finden oder Spitzenreiter des Tages zu ermitteln, denn alle Daten befinden sich auf dem gleichen System. Bei diesem Projekt hingegen bräuchte man den Kontakt zu mindestens einem anderen System, über das dann Verbindungen zu den weiteren Installationen hergestellt wird. Aber vielleicht ist dies ja auch Teil den „sozialen Aspekts“.

Träumereien
Natürlich muss zuerst das Grundgerüst erstellt und die grundlegenden Funktionen implementiert werden. Nichtsdestotrotz lasse ich mal meine Gedanken schweifen, nur um zu zeigen, welche Kapazitäten in einem solchen System stecken können:

  • Import / Export
  • Suche nach toten Links
  • Fav-Icons
  • Synchronisierung mit Browser-Bookmarks
  • Anbindung an soziale Netzwerke

Diese Funktionen müssen nicht Teil des grundlegenden Systems sein, sondern könnten als Plugins verwirklicht werden. Dazu muss das Grundsystem natürlich über reichlich Actions und Filter verfügen.

Ab geht er, der Peter!
Genug des Geschwafels, mal sehen ob genug Leute mitmachen wollen, ob meine Programmierkünste für eine sinnvolle Mitarbeit reichen und hoffen, dass das Projekt nicht in der Planungsphase stecken bleibt.

 

Alternative Methode zum Einfügen von Links

Ein Blogartikel ohne Links ist kaum vorstellbar. Der „übliche“ Weg einen Link einzufügen ist:

  1. Link in das Clipboard kopieren
  2. Linktext markieren
  3. Auf das „Link einfügen“-Icon klicken
  4. Link in das Textfeld einfügen
  5. Textfeld schließen

Vorteil: Der gesamte Vorgang lässt sich mit der Maus erledigen. Aber irgendwie bin ich mit den Arbeitsschritten (3) bis (5) nicht ganz glücklich. WordPress bietet aber eine andere Methode, einen Link einzufügen:

  1. Link in das Clipboard kopieren
  2. Linktext markieren
  3. Mit Ctrl-V den Link einfügen
  4. Mit der rechten Pfeiltaste Markierung wieder aufheben


Diese Variante ist nicht unbedingt schneller oder einfacher. Sie kommt aber meinen Gewohnheiten beim Editieren von Text etwas entgegen.