Last.fm revisited

Nach längerer Zeit habe ich mal wieder einen Blick auf last.fm geworfen.
Last.fm verspricht ähnlich wie Pandora eine Musik-Auswahl zu treffen, die dem eigenen Musikgeschmack entspricht.
Ich habe vor einigen Monaten aufgehört last.fm zu benutzen, weil sich die angebotenen Lieder immer weiter von meinem eigenen Geschmack entfernten. Zeitweise wurde mir Jazz und Top40 angeboten 🙁

Ich war sehr überrascht, wie sehr sich last.fm verändert hat. Die erste Umstellung habe ich noch mitbekommen. Diese war nicht unbedingt gelungen und viele Benutzer sind zu der Zeit abgesprungen, so auch ich. Jetzt haben sich die Macher eine eigene Applikation ausgedacht (löblich: mit Qt), deren Benutzerführung nicht unbedingt auf Anhieb durchschaubar ist, aber die scheint ihre Aufgabe zu erfüllen. Und irgendwie erinnert mich das Ding stark an Pandora. Laut Website soll man auch noch Winamp oder iTunes benutzen können, ich habe aber keine Möglichkeit gefunden, dies auch wirklich durchzuführen.

Desweiteren wurde das System auf Tagging umgestellt. Mal sehen, ob sich die Trefferquote verbessert hat. Ich habe alle meine vorherigen Profile-Einstellungen gelöscht und „save to profile“ ausgeschaltet.

1. Versuch: „Mighty Mighty Bosstones“
a) Dropkick Murphys – Going Strong
b) Collective Soul – Slow
c) Mighty Mighty Bosstones – Kinder Words
d) Ramones – Tommorow See Goes Away
e) No Use For A Name – Always Carrie
f) The Ataris – Angry Nerd Rock
g) Cake – Acro Arena
h) Smash Mouth – Out of Sight

Nicht ganz was ich erwartet habe. Vier Ska-Punk stücke, der Rest eher Alternative. Da muss ich wohl mit Tags und „love/hate“-Knöpfen nachhelfen.

2. Versuch: „Kraftwerk“
a) Swayzak – Ping Pong
b) VA- KRS One
c) Kraftwerk – Expo 2000
d) Sparks – Hast Maniana, Monsieur
e) Augustus Pablo – Addis-a-baba
f) Download – Gristle Dog Corr
g) Beroshima – Electric Discussion
h) Kid Koala – bugs n beats

Swayzak hört sich an wie „Boing Boom Tschak“, Sparks passt in die gleiche Zeit wie Kraftwerk, Download find ich persönlich etwas zu industriell, Beroshima passt gut, der Rest ist nicht so ganz passend. 50% Trefferquote…

3. Versuch: „Blondie“
a) Catatonia – Sweet Catatonia
b) Brain Ferry & Roxy Music – As time goes by
c) Blondie – Dig up the Conio
d) Suzi Quatro – Too Big
e) Devo – Space Junk
f) Marianne Faithful – Why D’ya Do It?
g) Roxy Music – Spin me around
h) The Stone Roses – Simone

Meine Erwartung: 80’s New Wave. Naja, halbwegs erfüllt. Blondie und Devo passen gut, Catatonia ist Blondie sehr ähnlich, der überweigende andere Teil aus den 80ern. Kann man mit leben.

4. Versuch: Jetzt mit tagging „new wave“:
a) Bauhaus – St. Vitus Dance
b) Depeche Mode – Just can’t get enough
c) Echo & The Bunnyman – Clay
d) Cabaret Voltaire – Split Second Feeling
e) Nirvana – In Bloom
f) Human League – Are You Ever Coming Back?
g) Nick Drake – From The Morning
h) Blur – Mr. Robinsons ‚Quango

Das klappt doch viel besser als vorher. Nirvana ist zwar ein schwerer Ausrutscher und Nick Drake auch nicht unbedingt NewWave, aber insgesamt OK.

5. Versuch: tag „ska“:
a) At The Drive-In – Proxima Centauri
b) System of down – Bubbles
c) Korn – Silence

Hier breche ich ab. Das hat ja nun gar nichts mit Ska zu tun. Im Player wird mir aber als weiteres Tag „ska ska ska“ angeboten. Probieren wir das doch mal:

Versuch 5a: tag „ska ska ska“
a) Operation Ivy – Sound System
b) Less Than Jake – Motto
c) Madness – Special Brew
d) Less Than Jake – Big Cash
e) Rancid – 1998
f) Madness – Prospects
g) Operation Ivy – Take Warning
h) Catch 22 – It Takes some Time

ResumĂ©e: Die Trefferquote bei der Suche nach ähnlichen Künstlern ist nich viel besser als vor einem dreiviertel Jahr, aber das Tagging scheint auch hier Wunder zu wirken. Solange es nicht missbraucht wird. Im Fall von „ska“ scheint es der Fall zu sein, denn dort kam nur Müll. Aber werden dem Benutzer ähnliche Tags angeboten, die dann hoffentlich besser funktionieren. „Ska Ska Ska“ find ich auf jeden Fall gut und das läuft jetzt den Rest des Tages durch, in der Hoffnung, das außer Madness Less Tahn jake und Operation Ivy noch andere gute Ska-bands auftauchen.

Schade ist allerdings, das man sich nur ein Profil einrichten kann. Mittlerweile habe ich 3 last.fm-Accounts: Ska, Elektro, 80s/NewWave. Die werde ich mal etwas pflegen und dann berichten, wie sich die Sache entwickelt hat.


Kommentare

Eine Antwort zu „Last.fm revisited“

  1. How To Start A Blog…

    I couldn’t understand some parts of this article, but it sounds interesting…

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